Electropop, Hip-Hop, Punkrock und vieles mehr – wir haben die Open Airs und Freiluftkonzerte im Aargau zusammengetragen.
Fétus
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Fétus sind experimentell, emotional und energetisch – und ihre Shows sind ein transdisziplinäres Erlebnis, das man so schnell nicht mehr vergisst. Avantgardistischer Elektropop mit Live-Drums, Synthies und zweistimmigem Gesang zwischen Performancekunst und Clubästhetik. Ebenfalls mit dem Prädikat «experimentell» ausgestattet ist das Berner Cloud-Rap-Duo Butterflyca. Über wabernde Synthies und komplexe Rhythmen erzählen Léa und Silja von Sozialisierungsmustern, von Beziehungen, von der Schwere und Leichtigkeit des Verliebtseins. Achja, und für alle, die es lieber richtig laut mögen, gibt’s in diesem Jahr auch das Lauschkill-Festival mit fetten Gitarren und krachendem Schlagzeug. Am Start sind mitunter die Zürcher Hardcore-Combo Decay Remains, das Metal-Grunge-Monster Taoist und viele weiteren Acts der eher brachialen Sorte.
BRUGG Schulthessallee 1. / 2. Juli
Glitchbaby
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«It’s not a phase, Mom!» ist mittlerweile von einem Meme aus der Myspace-Emo-Zeit zu einem Statement für Anhänger*innen alternativer Szenen geworden: Provokative Musik und extrovertierte Kleidung ist nicht mehr (nur) eine Phase kindlicher Rebellion, sondern ein anhaltender Lifestyle. Der Soundtrack dazu liefert Glitchbaby auf ihrem brandneuen Album «The Fool»: Elemente aus Skatepunk und 2000er-Emo treffen auf zeitgenössischen Hyperpop und Texte, die sich mit emotionaler Überforderung und digitaler Flucht beschäftigen. Rebellisch, tiefgründig und fesselnd zugleich. Genauso lässt sich auch der Sound des Zürcher Duos Ikan Hyu beschreiben – mit Gitarre, Schlagwerk, Synthies und zweistimmigem Gesang bewegen sich die beiden Frontfrauen Anisa und Hannah geschmeidig durch den Genre-Dschungel. Egal ob Rock oder Pop, Rap oder Electro; Partystimmung ist garantiert!
AARAU Pferderennbahn Schachen, 3. Juli,
Pablo.
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Eigentlich kennt man Pablo in erster Linie als Musikjournalist und Host des jährlichen SRF Bounce Cypher – dort hat er jeweils am Ende der Sendung als Abschlussperformance seine Rap-Künste unter Beweis gestellt. Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Luzerner nun sein erstes Soloalbum mit Tracks zwischen Herzschmerz, Hedonismus und Battle-Rap. Nun ist es an der Zeit, seine Skills auf der Open-Air-Bühne am Wettigerfäscht zu präsentieren! Ebenfalls am Start ist Alexia Thomas alias Dudette. Mit ihrem Alter Ego mischt die Basler Musikerin die männerdominierte Hip-Hop-Szene auf, mit im Gepäck sind Technobeats, Oldschool-Samples und Dancehall-Vibes. Darüber rappt und singt sie über Ghosting, Selbstliebe und Freundschaft aus queerer Perspektive.
WETTINGEN Brühlwiese, 3. bis 5. Juli
Noctopods.
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Simpel und effizient – so bezeichnen die Zürcher Punker Stoff ihren Sound. Das trifft es eigentlich ganz gut. Und dann vielleicht noch laut, roh und überaus authentisch. Und damit es nicht langweilig wird, experimentiert das Trio ab und an mit Ausflügen in den Grunge und Alternative. Musik ohne Schnickschnack, dafür mit umso mehr Attitüde. Wesentlich verspielter geht es derweil beim Zürcher Quartett Noctopods zu und her – es bringt handgemachten Techno auf die Konzertbühne. Stampfende Bässe, wabernde Synthies, Klänge einer Oud oder Flöten entführen uns in eine Welt voller hypnotisierender Schönheit und einnehmender Dunkelheit. Überaus tanzbar und absolut geil.
LENZBURG Metzgplatz, Sa, 11. Juli
Projekt ET
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Wenn Projekt ET auf der Bühne steht, mischen sich unbequeme Zwischentöne unter Wortwitz und fette Bässe. Die beiden Rapper Takle und Epik hinterfragen zusammen mit DJ Tr11sh die eigenen Privilegien und toxische Männlichkeit, reflektieren über das Leben in der Provinz fernab jeglicher Kleinstadtromantik. Und wenn wir schon bei der Agglo sind: Der Aargau hat jetzt ein eigenes Genre – Schuld dafür tragen Akkuflexx & Hedonismus 3000. Auf ihrer ersten gemeinsamen EP «Aargaucore » rechnet das Duo mit den Klischees des Autobahnkantons ab, dazu gibt’s trashigen Mundart-Elektropunk auf die Ohren.
ERLINSBACH Beguttenalp, 24. / 25. Juli
Grisli
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Nach über 100 Auftritten mit diversen Reggaebands veröffentlichte Grisli im vergangenen Herbst mit «Until The Dance is Gone» sein Debüt-Soloalbum. Darin singt er auf Mundart und Englisch über Dankbarkeit, Liebe und Zuversicht, Unterstützung erhält er dabei durch die 10-köpfige Reggae-Band The Nyatreez. Und der Aargauer Sänger bringt für das Sabdariffa gleich eine ganze Reihe Freunde mit: Joesai ist genauso mit von der Partie wie Monokultjah, Olivia Aurora und Carmabylon.
WOHLEN Bleichi, Fr, 24. Juli
Karen Dió
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30 Jahre Open Air Gränichen – das muss gefeiert werden, und zwar laut. Seit drei Jahrzehnten pilgern Punk-, Hardcore und Metalfans ins Wynental, und auch zum Jubiläum setzt das OAG auf ein Lineup, das keine Gefangenen macht. Mit Heaven Shall Burn steht eine der prägendsten Metalcore-Bands Europas auf der Bühne. Die Ostdeutschen verbinden brachiale Riffs mit gesellschaftskritischen Texten und geniessen längst Legendenstatus. Nicht weniger energiegeladen präsentiert sich die Brasilianerin Karen Dió: Zwischen Pop-Punk, Alternative Rock und Riot-Grrrl-Attitüde liefert sie eingängige Hooks und rohe Intensität. Für einen der wohl emotionalsten Momente des Festivals dürfte die Rückkehr von Heisskalt sorgen: Nach längerer Pause meldete sich die deutsche Post-Hardcore-Band jüngst zurück und bringt ihre Mischung aus Wucht und Melancholie endlich wieder auf die Bühne. Und wer danach noch Kraftreserven hat, kann sich bei Madball, Insanity 61 oder Rantanplan die letzte Energie aus dem Körper moshen.
GRÄNICHEN Moortal, 31. Juli bis 1. August
Dirty Slips
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Wenn es um abgefahrenen Sound geht, lohnt sich ein Blick über den Röstigraben: Chaufau aus Lausanne präsentieren einen wilden Mix aus Psychedelic Rock mit elektronischen Klangflächen, um dann in Krautrock mit krasser Sogwirkung abzudriften. Ein wunderbarer Mix aus Retro und Avantgarde, den wir hier am kleinen aber feinen Festival in Aarau serviert bekommen. Noch eine Spur exzentrischer präsentieren sich die Zürcher Dirty Slips. Das Quartett verschmilzt Disco, Punk, Electro und Performancekunst zu einem schillernden und gleichermassen subersiven Gesamtkunstwerk. Zwischen opulenten Kostümen, mehrsprachigen Texten und treibenden Grooves verhandeln sie Themen wie Transformation, Identität und Selbstermächtigung – stets mit einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Glamour. Discothèque irrationnelle, grosses Kino!
AARAU Wenk-Garten 6. bis 8. August
Soukey
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Der Autotune lässt die Stimme schweben, die trappigen Beats sorgen für tanzbare Gänsehautmomente: Mit ihrem ersten Longplayer «Bijoux» hat die Berner Rapperin Soukey ein kleines Schmuckstück geschaffen, das die Liebe in all ihren Facetten aufleuchten lässt und unbedingt live gespielt werden will. Dennis Kiss seinerseits gibt uns Einblick in das Tagebuch eines Streuners, voller urbaner Poesie zwischen Rastlosigkeit, dunklen Gedanken und flüchtiger Euphorie. Der Schweizer Wahl-Hamburger setzt dabei auf atmosphärischen Indie mit emotionaler Intensität und norddeutscher Schwermütigkeit.
BREMGARTEN Marktgasse,7. / 8. August
Lucy Duffner
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Sein Vokuhila ist Kult, seine Musik ebenso: Jule X ist längst an der Spitze des Schweizer Rap-Games angelangt. Technoide Beats, amüsante Texte und absurd viel Swag sind das Markenzeichen des Berner Trash-Poeten. Ein Gewährsmann für ausgelassene Stimmung auf dem Zofinger Hausberg! Richtig harte Konkurrenz bekommt Jule dabei von Lucy Duffner. Ballernde EDM-Bässe mit 170 BPM, eingängige Acid-Melodien mit Schlager-Vibes und Stream-of-Consciousness-Texte lassen die Euphorie auf das Publikum überspringen. Eine Partygarantin erster Güte.
ZOFINGEN Heitere, 7. bis 9. August
Polarbaeren x La Nefera
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La Nefera ist eine Wucht – in ihren Texten hinterfragt die Basler Rapperin mit Wurzeln in der Dominikanischen Republik die eigenen Privilegien, singt über Selbstbestimmung und ruft zu Empowerment auf. Für ihre neuste Platte «Visa» spannte sie mit der jungen New-Jazz-Combo Polarbaeren zusammen, entstanden ist ein kreatives Werk zwischen Hip-Hop und experimentellen elektronischen Klängen, das verlangt, live gespielt zu werden. Genauso verhält es sich mit der Musik des Schottischen Singer-Songwriters Argyle. Mit seiner rauen, eindringlichen Stimme und erzählerischem Songwriting hat er sich hier in seiner neuen Heimat längst einen Namen erspielt. Der Sound bewegt sich zwischen Folk, Pop und Indie und lebt von grossen Melodien und persönlichen Geschichten – geprägt von einem Lebensweg, der ihn von den schottischen Küsten über Strassenmusik in ganz Europa bis auf die hiesigen Festivalbühnen geführt hat.
GIPF-OBERFRICK Kornbergweg, 7. bis 9. August
Carrousel
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Das Openair im Freiamt meldet sich nach einem Jahr Kreativpause zurück. Mit dabei sind Sophie Burande und Léonard Gogniat alias Carrousel. Von französischen Chansons über poetischen Pop bis hin zu rhythmischem Folk reicht ihr Repertoire – inklusive Hooklines, die im Ohr hängenbleiben. Für fette Beats und ehrliche Texte sorgt derweil die noch junge Rapperin Kim-G. Ihr Credo: Offen sagen, was man fühlt und denkt. Nice!
WOHLEN Vitaparcours, 14. / 15. August
Alestorm
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Wenn es um epischen Sound geht, stehen die italienischen Symphonic-Power-Metaller von Rhapsody of Fire ganz weit oben auf der Liste. Erhabene Gitarrenmelodien treffen auf blitzschnelle Drums, melodischen Gesang und Lyrics, die uns in fantastische Welten entführen. Totale Eskalation garantiert derweil die Crew der Schottischen Pirate-Folk-Metal-Band Alestorm: Mitsingrefrains sorgen für ausgelassene Feierstimmung, fantastische Soli lassen uns staunen und ihre Liveshows mit allerlei Gimmicks besitzen sowieso einen hohen Spassfaktor. Etwas gelassener geht es bei The Dead South zu und her: Mit verspieltem Banjo, Mandoline, groovendem Cello und mehrstimmigem Gesang lassen sie die dunkle Seite des Bluegrass aufleben, erzählen Geschichten von Schurken, religiösen Fanatikern und skrupellosen Mördern der US-Südstaaten.
AARBURG Hofmatt, 21. bis 23. August
Moira X Otrava
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Was für eine faszinierende Kombo: Für das Album «Planet Moirava» haben sich die Sängerin Carola Wirth alias Moira und das neunköpfige Balkan-Folk-Orchester Otrava zusammengetan, entstanden ist ein musikalisches Feuerwerk zwischen französischen Chansons, pulsierenden Rhythmen voller Energie und Leidenschaft. Und wenn dann noch die Berner Electro-Swing-Combo Klischée mit pulsierenden Beats, treibenden Synthies und virtuosen Jazz-Einlagen aufspielt, wird es richtig heiss in den alten Klostermauern.
MURI Klosterhof, Fr, 31. Juli
The Real McKenzies
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Aarburg sieht grün – zumindest am ersten Freitag im Juli, schliesslich steht der erste Abend des Richtplatz Open Airs ganz im Zeichen von Irland. Zur Einstimmung gibt’s dreckigen Acoustic Folk mit den Galway Hookers, zwei Herren mit Gitarre und einer Vorliebe für Whisky und Musik von den britischen Inseln. Und mit The Real McKenzies steht eine der wohl bekanntesten Celtic Punk Bands auf dem Programm – schliesslich touren die Kanadier seit über 25 Jahren um die Welt und präsentieren mitreissende Hymnen über Freundschaft, Fernweh und durchzechte Nächte, die längst Kultstatus erreicht haben.
AARBURG Richtplatz, 3. bis 5. Juli
Puts Marie
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Das königliche Kulturhaus feiert 15-Jahre-Jubiläum – mit Gartenbeiz, Bühne und einem abwechslungsreichen Sommerprogramm. Mit von der Partie sind niemand geringeres als Puts Marie, die Bieler Fürsten der Schwermütigkeit. Mit ihrem jazzig angehauchten Indierock transformieren sie Weltschmerz in Schönheit und schwelgen in hoffnungsloser Romantik. Wunderbar laut wird es ausserdem, wenn Thee Irma & Louise die Bühne mit ihrem krachenden Garage-Postpunk stürmen. Begleitet werden sie dabei von den nimmermüden Basler Surfrock-Altmeistern Lombego Surfers, die seit bald 40 Jahren mit roher Energie und eingängigen Riffs für beste Stimmung sorgen.
BADEN Royal, 15. bis 29. August
Noga Erez
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Ihr Sound ist visionär, ihre Bühnenpräsenz ansteckend und voller Energie – Noga Erez hat sich zu einer bahnbrechenden Kraft in der zeitgenössischen Musikszene entwickelt. Mit einer schieren Leichtigkeit oszilliert sie zwischen Indiepop und Dance, macht Ausflüge in den Hip-Hop oder bedient sich bei R&B und Psych-Folk. Dazu gibt’s deepe Texte, die uns mit unbequemen Realitäten konfrontieren. Genau hinhören sollten wir auch bei den lakonischen Lyrics der St. Galler Freigeister von Stahlberger. Sie spinnen Geschichten aus Schatten und Sehnsucht, verpackt in balladesken Mundart-Pop mit surrenden Synthies und und hypnotischen Basslines. Eine musikalische Gratwanderung zwischen vertraut und verstörend, zwischen Schweben und Fallen.
AARAU Altstadt, 28. / 29. August
Gigi Malua
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Vor Kurzem wurde sie noch als Hip-Hop-Newcomerin gehandelt, nun hat Gigi Malua ihren eigenen Stil gefunden: Zwar lässt sie zwischendurch ihre Rapkünste aufblitzen, die Musik ist mittlerweile jedoch vielschichtiger geworden und sie zeigt, dass sie eine richtig geile Stimme hat. Schon etwas länger im Geschäft, aber genauso spielfreudig ist die Celtic-Folk-Combo Red Shamrock. Mit Gitarre, Geige, Schlagwerk, Flöten und Dudelsack bringen sie traditionelle Melodien und kreative Eigenkompositionen zum Klingen.
BRUGG diverse Orte, 20. bis 23. und 27. bis 30. August