Mit Goldberg über den Gap

Von
Elisabeth Feller

Rising Stars bei Tanz & Kunst Königsfelden.

Wer in London mit der Tube fährt, hört bei jeder Station dasselbe: «Mind the Gap». Erstmals 1969 zu hören, ist der Satz längst Kult geworden. «Achten Sie auf die Lücke» – nämlich auf jene zwischen Bahnsteig und U-Bahn. So weit, so gut. Was aber, wenn «Mind the Gap» auch in der Tanzwelt Schule macht? Dann weiss man: Tanz & Kunst Königsfelden lädt zur zweiten Edition eines schweizweit singulären Förderprogramms unter diesem Namen ein. 

Dieses stellt junge Tänzer*innen vor, die sich in der Übergangsphase («Gap») zwischen Ausbildung und professionellem Engagement befinden. Was für sie mit enormem Engagement verbunden ist, ist für Tanzfans schlicht Freude pur. Sie meistern den Gap mühelos – und sind nach der ersten Edition 2024 gespannt auf den diesjährigen Tanzabend mit zehn Rising Stars, unter denen auch die beiden Schweizerinnen Julia Heidig (18) und Xenia Bailly (19) sind. 

Fünf intensive Wochen haben diese herausragenden Tänzer*innen professioneller Tanzschulen aus der Schweiz und dem Ausland in Baden mit Profis gearbeitet, um in drei unterschiedlichen Choreografien zu zeigen, was in ihnen steckt. 

Filipe Portugal, seit 2024 Künstlerischer Leiter von Tanz & Kunst Königsfelden, sowie Caroline Finn kreieren neue Werke. Diesen werden Heinz Spoerlis «Goldberg-Variationen» gegenübergestellt, die der Schweizer 2001 für seinen Einstand als Zürichs neuer Ballettdirektor gewählt hat. 

Nach 25 Jahren gibt es in Baden also ein Wiedersehen: ein Highlight. Und sogleich noch eines: Anlässlich der Premiere im Kurtheater wird erneut der Tanzpreis von Tanz & Kunst Königsfelden verliehen.

BADEN Kurtheater, Fr, 21. August, 19.30 Uhr