Landwirt Gummi und seine Tierliebe.
Yoshiko Kusano
BÜHNE Der Landwirt Gummi lebt mit drei ganz unterschiedlichen Tieren: Rexli ist sein Haustier, Liselott sein Nutztier und der Blaue sein Sehnsuchtstier. Doch so einfach ist das Zusammenleben nicht. Rexli möchte nicht gestreichelt werden, Liselott muss Milch geben – und der Blaue könnte Gummi jederzeit auffressen. Als eines Tages entschieden werden muss, welches Tier sterben soll, wird es ernst. «Gummi mit der Axt» erzählt mit wenigen Worten und vielen Bildern von der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Auf der Bühne werden Gegenstände plötzlich zu Körpern, Landschaften entstehen aus einfachen Dingen. Es geht um Nähe und Fürsorge, um Besitz, Gefahr und die Frage, warum wir manche Tiere lieben, andere essen und wieder andere romantisieren. Ein Stück, das zum Nachdenken anregt – und bei dem es keine fertigen Antworten gibt.
BADEN Thik, Sa, 24. Oktober, 15 Uhr, So, 25. Oktober, 11 Uhr
Hauskatzen und ihre wilden Verwandten im Naturama.
Daniel Zuppinger
AUSSTELLUNG Sie schnurren, schleichen, springen und beobachten uns mit grossen Augen: Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren. Doch was steckt eigentlich in den Stubentigern? Die Ausstellung «Die Katze. Unser wildes Haustier» zeigt, wie Katzen leben, was sie besonders gut können und weshalb sie sich manchmal ziemlich geheimnisvoll verhalten. Dabei geht es nicht nur um unsere Hauskatzen. Auch ihre wilden Verwandten Luchs und Wildkatze sind in der Wanderausstellung unterwegs: Ein Animationsfilm und eine Fotoreihe zeigen die beiden scheuen Tiere aus nächster Nähe. Und wer selbst aktiv werden möchte, kann im Mitmach-Museum, im Fotomat oder im Naturlabor experimentieren und kreativ werden. Dazu gibt es Workshops und Führungen. So lässt sich die Welt der Katzen entdecken – von der Sofaecke bis tief in den Wald.
AARAU Naturama, ab 25. September
Kafka für die ganze Familie neu interpretiert.
Peter Pfister
BÜHNE Gregor steht normalerweise früh auf, geht arbeiten und verdient das Geld für seine Familie. Doch eines Morgens bleibt er einfach im Bett. Irgendetwas ist anders. Seine Mutter, sein Vater und seine Schwester hören seltsame Geräusche aus seinem Zimmer. Gregor hat sich verwandelt – in einen Käfer. Und die Familie weiss nicht, wie sie mit ihm umgehen soll. Gregor hat in ihrem Leben keinen Platz. Er stirbt. Das Theater Sgaramusch nimmt Franz Kafkas berühmte Geschichte «Die Verwandlung» und erzählt sie für ein junges Publikum neu. Dabei geht es um Ausgrenzung und Einsamkeit, aber auch um die Frage, ob eine Welt möglich ist, in der alle so sein dürfen, wie sie sind – selbst wenn sie sich verändern. Empfohlen am 5 Jahren.
AARAU Tuchlaube, Sa, 17. Oktober, 16 Uhr