Christoph Croisé.
Christian Meuwly
Glanzmomente im Kloster Muri, Palass Zofingen und der Alten Kirche Boswil.
Sergei Prokofjews «Symphonie classique» wird 1918 uraufgeführt; in einem Jahr, in dem Europa im Ersten Weltkrieg und Russland im Chaos der Revolutionen steckt. Prokofjew schrieb sein witziges Werk «aus Übermut, und um die Philister zu ärgern». Damit leitet Argovia Philharmonic unter seinem neuen Chefdirigenten Josep Vicent ein Konzert ein, an dessen Ende Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 7 steht. Dazwischen ist einer zu entdecken, der in jüngerer Zeit Aufsehen erregt hat: Mieczyslaw Weinberg. Seine Fantasie für Violoncello und Orchester op. 52 wird vom Schweizer Cellisten Christoph Croisé gespielt: ein Musiker, der seinem Instrument alle Emotionen entlocken kann.
MURI Kloster, So, 26. April, 17 Uhr
Marianna Shirinyan.
Nikolaj Lund
Wer sie schon erlebt hat bei einem Kammermusikfestival, findet für diese Musikerin nur ein Wort: aussergewöhnlich. Die Intensität ihres Spiels reisst ihre Partner*innen genauso mit wie das Publikum. Dabei spielt Yura Lee sowohl Violine wie Viola – und das auf Weltklasseniveau. Wie Yura Lee gehört auch die Pianistin Marianna Shirinyan zu den kreativsten und gefragtesten Solistinnen und Kammermusikerinnen. Zusammen spielt das Duo nun «Drei Romanzen » von Clara Schumann; die Sonate für Viola und Klavier der britischen Komponistin und Bratschistin Rebecca Clarke sowie die Violinsonate Es-Dur op. 18 von Richard Strauss.
ZOFINGEN Palass, So, 26. April, 16 Uhr
Rudolf Lutz.
zvg
Die Bachstiftung St. Gallen unter ihrem Leiter Rudolf Lutz muss man kaum mehr vorstellen. Seit langem geniesst sie hohes Ansehen für ihre tieflotenden Bach-Interpretationen, die von Kritikern oft als «künstlerische Hochgebirgstouren» bezeichnet werden. Rudolf Lutz – Organist, Cembalist, Dirigent und Komponist – ist stets in seinem Element, wenn er Bach spielt, dirigiert oder erklärt, was nun auch im Künstlerhaus Boswil zu erleben sein wird. Dort widmen sich das Kammerensemble der J. S. Bach-Stiftung sowie Lia Andres (Sopran) und Serafin Heusser (Bass) «Liebeskantaten von Bach und Händel» – somit von zwei Komponisten, die grosse Kenner menschlicher Emotionen waren.
BOSWIL Alte Kirche, So, 19. April, 11 Uhr