Hoffnungsvoll melancholisch: Glazyhaze.
zvg
Glazyhaze kommen mit ihrem gefühlvollhypnotischen Sound zwischen schimmernder Leichtigkeit und düsterer Dringlichkeit nach Aarau ins Kiff.
Es ist ein wahres Kaleidoskop an Harmonien, das die Venezianer*innen von Glazyhaze auf ihrem zweiten Album «Sonic» entfalten: Bittersüsser Dream Pop verschmilzt mit atmosphärischem Shoegaze, verträumte Indie-Melodien treffen auf rauen Grunge. Stürmische Gitarrenwände mit wummerndem Bass stehen neben ätherischen Klangflächen, darüber schwebt die mit ordentlich Reverb versehene Stimme der Sängerin Irene Moretuzzo, die uns abwechselnd mit aufkeimender Hoffnung und schwelender Melancholie erfüllt.
Und wie es sich für das zeitgenössische Musikschaffen gehört, schwingt stets ein Hauch Retro mit: Die frühen Placebo könnten dabei genauso als Inspiration gedient haben wie Nirvana oder My Bloody Valentine, ohne aber zur blosser Referenz zu verkommen. Vielmehr gelingt es Glazyhaze, diesen Sound in die Gegenwart zu überführen und ihm eine eigene, moderne Indie-Note zu verleihen.
In ihren Lyrics erkundet Moretuzzo derweil die Komplexität von Liebe und begibt sich auf eine Suche nach sich selbst. Es sind poetische Fragmente voller Ambivalenz, die mehr andeuten als erklären. Ihre Texte öffnen Räume – für Sehnsucht, Wandel und jene leise Unruhe, die zwischen den Zeilen nachhallt. Eine emotionale Reise durch Licht und Schatten, wo die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen.