Utopisches Erinnern

TEXT Michael Hunziker BILD zvg

Was bleibt, wenn Utopien schmelzen? Lika Nüssli, Melting, 2020.

AUSSTELLUNG Die Erinnerung: Ein Reich, auf das das künstlerische Schaffen noch so gerne zurückgreift. Doch was geschieht dabei? Die künstlerischen Tauchgänge in die Mnemosyne, wie in der griechischen Unterwelt der Fluss heisst, dessen Wasser Erinnerungen bringen und der für die Gruppenausstellung im Trudelhaus titelgebend ist, sind gleichsam verlustreiche und gewinnbringende Handlungen. Ein nostalgisches Kreieren, das Erinnerungsmaterial selektoniert, konserviert und neu kontextualisiert. Die Ausstellung befragt in diesem Sinne das feministische Gedächtnis und holt die dringlichen Visionen hervor, die erinnert werden wollen. Mit Werken von Cheyenne Oswald, Lika Nüssli und Misha Andris.

BADEN Trudelhaus
Bis So, 27. Juni