«Vogljodl – Ein Abgesang auf die letzten Dinge»

Das Publikum tritt in einen schwach beleuchteten Keller. Der Geruch von Bienenwachs dringt in die Nase. Schemenhaft ist ein Sammelsurium von ausgedienten Möbeln und Objekten wahrnehmbar. Überall verteilt ausgestopfte Vögel verschiedenster Grösse und Form, Einmachgläser mit undefinierbarem Inhalt, Schallplatten und Musikinstrumente. In diesem neugierig machenden Wimmelbild sind auch zwei Menschen zu entdecken, die offensichtlich in dieser Welt leben, ein Teil von ihr sind.Kapelle Sorelle, abgeschieden in einem Keller, entwickeln mit den dort vorhandenen Objekten ihre ganz eigene Kultur. Sie bestimmen und archivieren die vorhandenen Vogelpräparate, bei denen es scheinen mag, dass es die letzten Zeugnisse ausgestorbener Arten sind. Sie begleiten sie musikalisch, mit melancholischer Sehnsucht, bei der unmöglich gewordenen Reise in den Süden. Sie tragen Vögel zu Grabe oder versuchen sie liebevoll wieder zu beleben. Sie schenken den stumm gewordenen Meistersängern ein Konzert als letzte Ehrerbietung. Es scheint, als würden sie eine verloren gehende Welt konservieren und für eine unbestimmte Zukunft in Erinnerung und am Leben behalten. Sie singen, musizieren in ihrem «Keller der Sehnsucht» gegen das Vogelsterben, ja, gegen ihr eigenes Aussterben an.Platzzahl auf 26 begrenzt. Reservation erforderlich: https://takatuka.ch/site/vogljodl.

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